baking basics

How to Hefeteig: Mein Hefeteig-Guide,
damit nie wieder etwas schiefgeht

Wenn es einen Teig gibt, von dem ich einfach nicht genug bekommen kann, dann ist es Hefeteig. Es gibt für mich nichts Schöneres, als den Teig minutenlang zu kneten und jeden einzelnen Bissen des fertigen Gebäcks zu genießen. Nun höre ich aber immer wieder, dass Hefeteig vermeintlich so schwierig in der Zubereitung ist. Mit diesem Hefeteig-Guide wird nie wieder etwas schief gehen! 

 

Damit der Teig gut aufgeht

Mit Vorteig zum besseren Ergebnis

Wenn es schnell gehen muss, kannst du alle Zutaten mit lauwarmer Milch oder Wasser vermischen und gleich mit dem Kneten beginnen – mache ich auch oft so. Wenn du aber ein super-feinporiges Ergebnis erreichen möchtest, dann kommst du um einen Vorteig einfach nicht drum rum. Ich hab es für euch extra ausgetestet und das gleiche Rezept mit und ohne Vorteig zubereitet – da lagen Welten zwischen den Ergebnissen!

Für den Vorteil füllst du das Mehl in eine Rührschüssel und formst eine Kuhle in der Mitte. Dort kommen Zucker, Salz, die zerbröckelte Hefe und etwas lauwarme Milch zusammen. Vermische alles mit ein wenig Mehl, decke die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch ab und lasse den Mix 15 Minuten gehen. Wenn er kleine Bläschen wirft, kannst du die restlichen Zutaten hinzufügen und mit dem Kneten beginnen.

Vorsicht mit Hitze

Wenn du Milch und Wasser zur Hefe hinzufügst, solltest du diese handwarm erwärmen. Sie darf aber keinesfalls zu warm sein, sonst stirbst die Hefe ab. Wenn das Wasser oder die Milch zu kalt sind, benötigt der Hefeteig deutlich länger zum Aufgehen.

Kneten, kneten, kneten

Kneten ist das A und O bei der Zubereitung von Hefeteig. Je länger du den Teig knetest, desto feinporiger und weicher wird das Ergebnis. Daher solltest du den Teig 7-10 Minuten per Hand oder mit der Küchenmaschine verkneten. Mit der Zeit wirst du merken, wie sich die Teig-Konsistenz ändert, sich immer besser verbindet und richtig geschmeidig wird.

Bitte keine Zugluft

Sobald du dich an die Zubereitung von Hefeteig machst, schließe bitte alle Fenster, schalte den Ventilator aus und kümmere dich darum, dass der Hefeteig keinesfalls Zugluft abbekommt. Da ist er nämlich etwas eigen und wird sonst nicht aufgehen.

Ein warmes Örtchen

Zum Aufgehen mag der Hefeteig es gerne warm. Stelle ihn im Winter deswegen gerne neben die Heizung, im Sommer hinter ein geschlossenes Fenster in die Sonne. Alternativ heizt du den Ofen kurz 30-40 Grad vor, schaltest ihn wieder aus und deponierst ihn dort für seinen Schönheitsschlaf.

Kleine Anekdote am Rande: Ich stelle die Teigschüssel im Winter gerne auf den Boden in unserer Abstellkammer. Da unsere Fußbodenheizung dort beginnt, ist es der wärmste Ort unserer Wohnung. Dem Hefeteig gefällt’s – den Kartoffeln, die dort auch lagern, eher nicht so.

Immer schön abdecken

Vergesse nie den Teig abzudecken – wirklich immer! Sonst trocknet er an der Oberfläche aus, bildet ggf. sogar eine kleine Kruste und lässt sich dann nicht mehr so gut verarbeiten und geht auch nicht schön auf. Also immer ein sauberes Geschirrtuch parat haben!

Deine neuen besten Freunde: Eigelb und Milch

Und wieder geht’s ums Austrocknen. Das sollte der Hefeteig auch beim Backen nicht. Bestreicht die Oberfläche deswegen vor dem Backen unbedingt mit Eigelb oder etwas Milch. Gerne auch öfters während der letzten Gehzeit. Dadurch bekommt der Teig nicht nur eine schönere Farbe, sondern wird auch saftiger und weicher.

Falls du den Teig nicht sofort brauchst

Teig am Vortag zubereiten

Hast du nicht so viel Zeit, kannst du den Teig auch am Tag vorher zubereiten. Benutze dafür kaltes Wasser oder Milch, lege ihn dann ich eine dicht schließende, große Schüssel. Wenn es besonders schnell gehen soll, kannst du ihn auch schon formen und erst dann kühlen. Nehme ihn 20 Minuten vor dem Weiterverarbeiten oder Backen aus dem Kühlschrank.

Teig einfrieren

Hefeteig kannst du auch auf Vorrat zubereiten. Forme den gut gekneteten Teig zu Kugel, bestäuben ihn mit Mehl und friere ihn in einer Tüte bis zu 6 Monaten ein. Lasse ihn zum Verarbeiten auftauen, und dann aufgehen. Die Gehzeit verdoppelt sich dabei.

Wie man Hefekuchen am besten aufbewahrt

Gut verpackt

Hefekuchen schmeckt am besten frisch zubereitet. Doch manchmal bleiben doch Reste übrig. Damit diese auch noch am nächsten Tag schmecken, musst du dich erneut darum kümmern, dass der Hefeteig nicht austrocknet. Decke dafür die Schnittstellen mit Pergamentpapier ab und lege es in einen Brotkorb. Wenn du keinen besitzt, kannst du ihn mit Frischhaltefolie abdecken oder in eine Plastiktüte legen.

Frisch aufbacken

Vor dem Essen kannst du dein Hefegebäck auch einige Minuten im Ofen aufbacken. Wenn du die Oberfläche mit Wasser einstreichst oder beträufelst, wird sie besonders knusprig und schmeckt fast wie frisch gebacken.

Ab in den Froster

Hefekuchen kannst du auch ganz easy peasy einfrieren. Schneide in in Stücke, lege ihn in eine Dose und dann ab ins Kühlfach damit. Wenn dich der Hefehunger packt, kannst du ihn einfach bei Raumtemperatur auftauen, oder im Backofen aufbacken.

Das interessiert dich sicherlich auch!

4 Kommentare

  • Antworten
    Beauty Butterflies
    27. August 2017, 10:56

    Ich werde nie verstehen, warum es so viele Leute gibt, die Probleme mit Hefeteig haben. Mir ist er noch nie nicht gelungen. Und ich beachte nicht mal irgendwas spezielles. Alle Zutaten werden zusammengemischt, verknetet und abgedeckt damit in den auf 50 Grad kurz erwärmten Ofen. Fertig!
    Ich muss mir deinen Beitrag für alle mal merken die mir immer sagen, dass ihnen Hefeteig so offt misslingt – Vielleicht hilft es weiter, aber wie gesagt – Ich mach da selbst gar keinen Heckmeck draus und er geht immer spitze auf und schmeckt perfekt!

    • maria.p
      Antworten
      maria.p
      28. August 2017, 23:21

      Ja, so funktioniert es am besten. Einfach genial der Hefeteig.<3
      Aber er macht so oft Probleme und da ist der Guide hoffentlich genau das Richtige für alle bei denen es immer nicht so klappt.
      Würde mich wirklich total freuen, wenn du ihn weiterempfiehlst :)

  • Antworten
    Jana / Schwesternduett
    27. August 2017, 19:12

    Toller Beitrag – ich habe noch nicht so oft Hefeteig gemacht, aber bisher ist er (zum Glück) immer etwas geworden. Ich finde es toll, dass man ihn sowohl für süße Gebäcke als auch für herzhafte verwenden kann. Ein richtiger Allrounder! :)

    • maria.p
      Antworten
      maria.p
      28. August 2017, 23:23

      Vielen, lieben Dank Jana!
      Ja, Hefeteig ist einfach super vielseitig und sooo fein <3
      Dann klappt er hoffentlich in Zukunft ja auch weiterhin so gut :)

    Hinterlasse einen Kommentar!